Das Modell-Projekt: Netzwerk CIRS-Berlin
Kritische Ereignisse und Beinahe-Schäden bewusst wahrzunehmen, die Ursachen für diese Ereignisse aufzuklären und damit Fehler und mögliche Schäden vom Patienten abzuwenden ist zu einem zentralen Thema in ambulanten und stationären Einrichtungen des Gesundheitswesens geworden. Ein Mittel hierzu sind Fehlerberichts- und Lernsysteme für kritische Ereignisse - Critical Incident Reporting Systeme (CIRS).
Bisher sind diese Berichtssysteme nur einrichtungsintern oder auf nationaler Ebene etabliert. Eine regionale Vernetzung und Kooperation von CIRS-Anwendern existiert bisher in Deutschland nur sehr vereinzelt.
Gemeinsam mit Einrichtungen des Berliner Gesundheitswesens haben die Ärztekammer Berlin (ÄKB) und das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) deshalb das regionale Netzwerk CIRS-Berlin gegründet. Es bietet den Projekt-Teilnehmer die Möglichkeit,
- ihre Erfahrungen aus der Praxis bei der Einrichtung und der Weiterentwicklung des CIRS im direkten und kontinuierlichen Dialog für andere Projekt-Teilnehmer nutzbar zu machen
- ihre Berichte über kritische Ereignisse und Beinahe-Schäden in dem gemeinsamen Berichtepool zusammenzuführen.
ihren Umgang mit kritischen Ereignissen und Fehlerquellen auszutauschen und neue Potenziale zu erschließen.
- Im Rahmen des Modell-Projekts ein technisch einfaches und kostengünstiges einrichtungs-internes CIRS aufzubauen (link zu S. 7)
Das Projekt ist zunächst als zweijähriges Modell-Projekt konzipiert. Im ersten Jahr werden ausschließlich Kliniken teilnehmen, im zweiten Jahr erhalten auch gebietsspezifische Gruppen niedergelassener Ärzte die Möglichkeit sich zu beteiligen.